Beschriftung mit Lasergravur in der Industrie

Beschriftungssysteme in der Industrie

Die Herausforderung an der Kennzeichnung und Beschriftung industrieller Produkte ist, dass sie eine perfekte Rückverfolgbarkeit des Produkts über den gesamten Vertriebsweg hinweg gewährleisten muss. Dies gilt insbesondere für die Lebensmittelindustrie. Hier erfahren Sie, welches Etikettierungssystem in der Industrie am besten geeignet ist.

Identifizierung und Sicherung der Produktverpackung

Das Beschriftungssystem in der Industrie dient in erster Linie der Identifizierung: gegenüber den Kunden und gegenüber den Kontrollorganen. Die industrielle Etikettierung muss nämlich eine perfekte Rückverfolgbarkeit des Produkts während der gesamten Vertriebszeit gewährleisten, insbesondere im europäischen Wirtschaftsraum dank der CE-Kennzeichnung.

Konkret besteht die industrielle Etikettierung darin, die Verpackung eines Produkts, das in der Regel in Chargen auf Paletten geliefert wird, zu identifizieren und zu sichern. Anschließend wird dieses in Schachteln oder Kartons verpackt. Der Erfolg einer solchen Beschriftung hängt von der Art und Qualität des Drucksystems für das Anbringen und Aufbringen der Beschriftung ab, und zwar auf drei verschiedenen Ebenen:

  • die Klarheit der Lesbarkeit (insbesondere die Genauigkeit der Konturen)
  • die Widerstandsfähigkeit des Drucks gegen Reibung
  • und schließlich die der Haltbarkeit des Drucks.

Dies gilt insbesondere für die Lebensmittelbranche, in der die Kennzeichnungsstandards drastisch sind. Außerhalb der Lebensmittelindustrie hat sich die Laserbeschriftung in den letzten Jahren weitgehend auf dem Markt etabliert. Die Lasergravur ermöglicht es, einzelne Komponenten als auch fertige Maschinen eindeutig, schnell, dauerhaft und kostengünstig zu beschriften.

2D-Barcodes und 2D-Data-Matrix-Codes

In diesem Bereich, in dem Konsumgüter streng überwacht werden, erfordert die industrielle Etikettierung Investitionen in geeignete Etikettiermaschinen. Die geeignete Codierung ist der 2D-Barcode oder QR-Code (englisch für „Quick Reponse“), der bis zu 7.089 numerische Zeichen und 4.296 alphanumerische Zeichen enthalten kann. Das ist weit mehr als die 10 bis 13 Zeichen des herkömmlichen Strichcodes.

Die Wahl der Codiertechnologie hängt auch von der Art der Verpackung ab. In einigen Fällen ist der Drucker so konfiguriert, dass er sogenannte 2D-Data-Matrix-Codes ausgibt, zweidimensionale Strichcodesymbole mit hoher Dichte (ISO/IEC-Norm 16022). Diese Codes ermöglichen es, eine große Menge an Informationen von einer minimalen Fläche zu liefern. Sie können bis zu 3.116 numerische Zeichen und 2.335 alphanumerische Zeichen auf einer Fläche von etwas mehr als einem Zentimeter unterbringen. Diese QR-Codes müssen nicht zwangsläufig auf Papier gedruckt werden, sondern können bei festen Werkstoffen aus dem Sandgussverfahren oder anderen Fertigungsmethoden auch mit einem Laser dauerhaft auf das Produkt gebracht werden.

RFID: Mikrochips mit Funkantenne

Bei der industriellen Etikettierung wird in großem Umfang das RFID-System oder „Radio Frequency Identification“ eingesetzt, das die automatische Identifizierung von Produkten und ihren verschiedenen Verpackungen, einschließlich Containern, über codierte Tags ermöglicht. Diese Logistik eignet sich besonders für den Transport von empfindlichen Gütern.

Sie beruht auf einem System von Etiketten, die „Transponder“, d. h. Mikrochips mit Funkantenne, enthalten. Auf diesen Mikrochips können Daten mithilfe eines speziellen Lese- und Schreibgeräts gespeichert, geändert oder gelöscht werden.

Abgesehen davon, dass es keinen Sichtkontakt gibt, erfolgt hier die Identifizierung gleichzeitig, unabhängig davon, ob die Verpackung primär (in Kontakt mit dem Produkt), sekundär (pro Charge) oder tertiär (pro Behälter) ist. Dieses System eignet sich für schwierige Verpackungen und erfüllt die hohen Anforderungen der Logistik in der Industrie.

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